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Es hiesse, man hätte nur eine Heimat...

Hoch im Norden, hinter den Deichen

Da müssen wir mit einem wunderschönen Lied anfangen, natürlich von Udo Lindenberg:

 

Hoch im Norden

 

 

 

 

 

"Hoch im Norden, hinter den Deichen bin ich geboren.
immer nur Wasser, ganz viele Fische,
Möwengeschrei und Meeresrauschen in meinen Ohren.
Und mein Vater war Schipper, der fluchte wenn Sturm war,
dann konnt` er nicht raus auf See.
dann ging er zu Herrn Hansen, der der Chef vom Leuchtturm war
und der sagte: keine Panik auf der Titanic,
jetzt trinken wir erst mal einen Rum mit Tee.

Und ich verbrachte meine Tage am Nordseedünenstrand,
bin jahrelang tagtäglich am Deich entlang gerannt.
und meine Mutter brachte jeden Tag und freitags ganz besonders
Muschelzeug und Fisch auf den Tisch.

Ja es war ja auch ganz schön und das Klima ist gesund
und doch hab ich mir gedacht:
hier wirst Du auf die Dauer, nur Schipper oder Bauer,
hier kommt man ganz allmählich auf den Seehund.
und als ich so um 16 war, da hatte ich genug,
da nahm ich den nächstbesten nach Süden fahrenden Zug

Nun sitz ich hier im Süden und so toll ist es hier auch nicht.
und eine viel zu heiße Sonne, knallt mir ins Gesicht.
nein das Gelbe ist es auch nicht
und ich muß so schrecklich schwitzen.
ach wie gern würde ich mal wieder
auf einer Nordseedüne sitzen.
"

  

Nicht nur unser grösster Udo-Fan, ich selber, Laure (immerhin konnte ich Udo zweimal live in Hamburg erleben, 1992 und 2008) sondern inzwischen auch Cédric und Fabien, kennen das Lied fast auswendig.

 

Die Kinder mögen ganz besonders den Spruch:

"keine Panik, auf der Titanic, jetzt trinken wir erstmal einen Rum mit TEE".

 

Sie haben das Lied ein bisschen verinnerlicht, wohl mit Recht: sie sind beide wirklich "hoch im Norden" geboren, und zwar in der Märchenstadt Buxtehude.

 

Ein zweites Lied, das wir gerne hören, ist "Elbkinder", von Rolf Zuckowski:

"Hallo, ich bin die Annika und wohne in Finkenwerder,

Und neulich fand ich eine Flaschenpost am Strand...."

 

Andreas seinerseits ist nun seit gut 30 Jahren hier zuhause. Die Bundeswehr brachte ihn nach Buxtehude, die Liebe wartete in Jork auf ihn. Nein, ich war es nicht, damals habe ich mich nur für Jean-Louis interessiert.

 

Was mich betrifft, kam ich 1992 mit einem Rucksack nach Harburg. Der Anlass war eine Stelle als Exportsachbearbeiterin, auf die ich mich erfolgreich beworben hatte. Danach kamen einige andere Anstellungen. Aber Hamburg hatte es mir angetan, trotz der grossen Entfernung zu meiner ersten Heimat.

 


Aktualisierung: 2008/12/17 / Redakteur: Laure Spilker-Four
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